Nachbarschaft stärken, Klima schützen, Ideen gestalten – nachhaltig aktiv für die Bornheimer, die Bienen und ein besseres Klima. Ein neues Projekt im MUKIVA.

Informationen zum Hintergrund des Förderaufrufs im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

Die Bundesregierung verfolgt eine ambitionierte Klimaschutzstrategie: Die Treibhausgasemissionen in Deutschland sollen bis zum Jahr 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 reduziert werden. Bis zum Jahr 2030 soll eine Reduktion von mindestens 55 Prozent, bis 2040 mindestens 70 Prozent und bis 2050 80 bis 95 Prozent stattfinden. Um diese Klimaschutzziele zu erreichen wird im Klimaschutzplan 2050 vom 14. November 2016 auf die notwendige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft hingewiesen. Das bedeutet, dass alle Akteure zur Treibhausgasreduktion beitragen müssen. Auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene werden bereits Klimaschutzstrategien und Umsetzungsprogramme fortentwickelt und überprüft.

Auf der nachbarschaftlichen Ebene ist eine zunehmende Präsenz an Initiativen für Klima- und Ressourcenschutz festzustellen, welche einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem sie eine energieeffiziente und ressourcenschonende Lebensweise unterstützen. Zugleich stärken sie den Zusammenhalt in der Nachbarschaft und laden dazu ein, wirksam zu werden, für das Klima und für die Lebensqualität vor Ort.

Mit dem Förderaufruf für Nachbarschaftsprojekte unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) das hier vorhandene Potenzial für den Klimaschutz im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Mit dieser Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche und vielfältige Klimaschutzprojekte vor Ort, die zur Senkung der Treibhausgasemissionen in Deutschland und damit zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen. Die Aktivierung und Beteiligung aller gesellschaftlichen Akteure ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. Nachbarschaftliche Initiativen tragen in einer sehr wirkungsvollen Weise zum Klimaschutz vor Ort bei, indem sie konkrete Angebote für Bürgerinnen und Bürger schaffen, in den privaten Haushalten und in gemeinschaftlichen Projekten mehr Energie- und Ressourceneffizienz zu realisieren. Die Projekte setzen beim Alltagshandeln der Bürgerinnen und Bürger an und zeichnen sich durch eine intensive Ansprache relevanter lokaler Akteure (z. B. Vereine, Schulen, Betriebe, Kommune, Klimaschutz- oder Quartiersmanagement, Stadtteilbeauftragte, etc.) und Informationsaustausch aus.

Ziele des Förderaufrufes sind:

  • praktikable und zügig umzusetzende Angebote mit hohem Treibhausgasminderungspotenzial für Bürgerinnen und  Bürger zu schaffen, die sie dabei unterstützen, ihren Alltag klimafreundlich und ressourceneffizient zu gestalten.
  • die Verankerung dieser Ansätze vor Ort und deren Verstetigung zu erreichen; erfolgreiche Ansätze zu etablieren, die bundesweit Nachahmung finden und zu einer Reduzierung der Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen und so zu den nationalen Klimaschutzzielen beitragen.